Es geht nicht um Therapie
Wer zur Sonnenuhr kommt, will sich als Künstler/in ausdrücken. Da gibt es keine "behinderte Kunst". Im Alltag mit Vielem kämpfend wachsen sie in der langjährigen Arbeit durch das Vertrauen, das ihnen und ihren Fähigkeiten entgegen gebracht wird, zu ausgeprägten künstlerischen Persönlichkeiten. Sie widersetzen sich in ihren thematischen Darstellungen vom Narren und dem Närrischen dem Klischee eines hilflosen und unmündigen "Behinderten". Verwandt dem "Arlequin" nutzen sie dies spielerisch, lustvoll und mit Witz. Sie verlieren nicht die Ernsthaftigkeit und behaupten ein Maß an Geheimnisvollem im Menschen. Durch ihre Bilder und Skulpturen machen sie uns neugierig und sensibilisieren für eine Welt, die zu ent-schlüsseln dem Besucher abenteuerlich erscheinen mag, aber zu einem Zusammenleben mit Respekt gegenüber dem Anderssein führen kann. (Und: in dem Wort Respekt steckt aus dem Lateinischen: Zurückblicken, Scheu, Ehrfurcht, zurückschauen Rücksicht nehmen, Hineinblicken, Sichum-sehen - Ansehen.) -
Sonnenuhr - Atelier für Bildende Kunst und angewandte Kunst
Das Sonnenuhr - Atelier, eine Stätte der Arbeit und Kommunikation, ist eine ständige Quelle der Inspiration moderner Kunst. Durch einen natürlichen Sinn der Teilnehmenden für Ästhetik entstehen Kunstwerke von überwältigender Einfach-heit. In unverwechselbar eigenen Sprachen eröffnen sich neue Weltsichten. Begabungen werden entdeckt, weiterentwickelt und von den professionellen Künstler/innen assistierend begleitet bei Malerei, Grafik, Plastik und Keramik,
Textil, Fotografie. Regelmäßig finden Ausstellungen statt.
Die Werke sind käuflich zu erwerben, der Erlös fließt in die weitere Arbeit. Aus den Ateliers für bildende und angewandte Kunst kommen Zuarbeiten für das Theater wie Plakate, Pro-grammheft, Theaterprospekte und Dekorationen, Requisiten, Fahnen, Objekte, Raumgestaltungen.