Ungewollt, von der Zeit vertrieben wird Alice erwachsen, sie jagt keine Kaninchen mehr, sie flüchtet vor Extremisten, vor Illusionen, vor Verrat undGier. Das Kinderzimmer will keiner mehr bezahlen. Das Sterbezimmer auch nicht.
Und die Uhr spielt verrückt. Wo ist die Zeit? Unter meinen Füßen? In meinen Händen, ist das Zeit? Ist die Zeit im Kopf? Hinter den Augen? Hab ich sie im Mund? Im Schoß voller Blut? Fluchtpläne gibt es für alle: Startzeit, Ankunftszeit, Essenszeit, Rastzeit, Fastenzeit, fast keine Zeit,Kulturprogramm. Für Lebendankunft keine Garantie, aber doppelter Preis. Alice, Mieze als beste Freundin ohne Gewissen und der Posterheld auf der Flucht. Flucht als modernes Pilgertum? Vielleicht ist alles nur ein Traumdes weißen Königs. Die Papiere. Wenn Du keine Papiere hast, bist Du nicht echt. Also doch ein Traum?
Das Ensemble von Gisela Höhne lädt die Zuschauer mit diesem Tanztheater ein, an einer Flucht teilzunehmen, auf der alle einen wilden Tanz mitdem Totengott tanzen, während sie den Sandsturm durchqueren und neben Alice auch Schränke und Zöllner tanzen. Vor dem Untergang bewahrtSie der absurde Humor der Darsteller. Das alles zur Musik der Raupenband, die erstmals elektronische Live-Musik auf der Bühne produziert.
| Buch/ Regie: Gisela Höhne; Bühne: Angelika Dubufe; Musik: Raupenband; Maske/ Kostüme: Beatrix Brandler | gefördert von: Hauptstadtkulturfond Der Regierende Bürgermeister.Senatskanzlei für kulturelle Angelegenheiten, Senatsverwaltungen für Bildung, Wissenschaft undForschung sowie für Integration, Arbeit und Soziales. |