Ensemble Höhne

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Ensemble um Gisela Höhne

Pfingsten 2007 spielen die Schauspieler/innen  und Musiker/innen ihr erfolgreiches Stück „Ein Herz ist kein Fußball“ in der Berliner Volksbühne. Vor einem Jahr spielte das Ensemble eine umwerfende Premiere des Stückes, mit dem sie Teil des offiziellen Kulturprogramms zur Fußball WM 2006 waren. 40 Auserwählte unter 500 Bewerbungen. Neben vielen Prominenten aus Kultur und Politik besuchten Minister Schäuble und Andre Heller begeistert die Vorstellung. Eine vierwöchige Tournee durch Deutschland folgte, und so kam es, dass alle, die sie noch nicht kannten, sie jetzt kennen, die RambaZambas mit den tollen Stücken wie „Kkaffee Leben und Tod“, „Medea“, „Mongopolis“ und „Ein Herz ist kein Fußball“,  die aus dem wunderbaren Film „Liebe dich…“, der auf arte gezeigt wurde.

2003 standen diese Schauspieler/innen auf der Bühne der Akademie der Künste und feierten die glanzvolle Premiere ihres utopischen Thrillers „Mongopolis“. Unsentimental, virtuos und tief berührend spielten sie die Geschichte ihrer möglichen Abschaffung. Wenn am Ende die Gesichter groß auf der Rückwand zu sehen sind und das Publikum auswählen müßte, wer geboren werden soll, herrscht einen Moment absolute Stille im Publikum. Da stehen sie und blicken auf uns durch ihre Rolle hindurch direkt in unser Herz: Schauspieler mit Down Syndrom, mit Anfallsleiden, mit ungeklärten Diagnosen, aber all das spielt keine Rolle. Wir sehen Menschen, mit anderen Gesichtern als wir es gewöhnt sind, keinem Ideal entsprechend, offen, verletzlich, schön. Zwei Theater-Stunden hatte man das Anders-Sein vergessen. Schauspieler der besonderen Art.
1996 nahm an dieser Stelle das gesamte Ensemble den Förderpreis der Akademie entgegen, in der Begründung wird ihr Stück „Kkaffee Leben und Tod“ beschrieben.

Unsere Reise begann bereits vor siebzehn Jahren

als das erste Boot von RambaZamba in See stach mit der Premiere von „Prinz Weichherz“ im ausverkauften Deutschen Theater. Seitdem haben wir an vielen Ufern angelegt, 1993 „Ein Winternachtstraum“, 1995 „Kkaffee Leben und Tod“ erstmals mit der Bühnenbildnerin Angelika Dubufe, die die Anlege- und Spielplätze für die Schauspieler/innen zaubert, 1997 „Medea – Der tödliche Wettbewerb“, hier steigen ins Boot der Komponist Jacob Höhne und Maskenkünstlerin Beatrix Brandler, später übernimmt sie auch die Kostüme und gestaltet für alle Stücke gelungene Ausstattungslinien.
Für Medea erhält die Gruppe 1999 den Sonderpreis der Jury des Festivals „Politik im freien Theater“. 1999 entsteht die „Weiberrevue“ als Chance der Frauen, sich ohne Grenzen auszutoben, musikalische Narren steigen ein und bleiben auf Fahrt, so Bianca Tänzer als musikalische Leiterin von Orpheus ohne Echo, Weiberrevue und Ein Herz ist kein Fussball, Anna-Katharina Kaufmann (Geige), Uwe Langer, der die blaskräftigen Lippen und Lungen entdeckt und ansonsten als einer der 17 Hippies herumzieht und Christoph Hanusch mit seinen vielen Gitarren. 2001 die erste RambaZamba – Oper„Orpheus ohne Echo“, einmalig und nirgends sonst in Deutschland annähernd erreicht, zugestiegen ist die bekannte Operndramaturgin Bettina Bartz.  2003 zwei performances im Stadtbad Oderberger Straße,  „Von Puppen und Perfekten“, Begegnungen in Mongopolis“. 2003 „Mongopolis Fisch oder Ente“.  Hier kommt die Tänzerin Julie Stanzak dazu, die seit 15 Jahren im Tanztheater Pina Bausch tanzt und nun Tanz und Choreografie in allen neuen Stücken übernimmt. 2004 „Alice auf Kaninchenjagd“ ein Open Air Spektakel für Kinder, 2006 „Ein Herz ist kein Fußball“, dazu können wir Schlagzeuger Stefan Dohanetz (Gruppe Pankow) gewinnen und Franja Ildez (Geige, Percussion).  
Gastspiele führte die Theatergruppe 80 Mal in viele Festivalorte (siehe Aufstellung).
Es ist schon eine lange und schöne Reise mit diesem Narrenschiff, und einige wie Moritz Höhne, Franziska Kleinert, Grit Burmeister, Martin Lindner und Michael Wittsack sind von Anfang an dabei. Jeder Dazugekommene war ein Reichtum: Joachim Neumann, Rene Schappach, Patricia Schulz, Hans-Harald Janke und und und…Sie alle haben mit ihren unverwechselbaren Schicksalen und Persönlichkeiten das Schiff auf Fahrt gehalten und die Reise mitbestimmt. Daß jetzt fast alle einen Arbeitsplatz haben als Schauspieler/innen ist ein großer Erfolg unserer Arbeit.

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