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Mongopolis (R: Gisela Höhne, 2003)

Politisch und poetisch // Political and poetic

Viele der Inszenierungen von Gisela Höhne, die ab dem Jahr 2000 entstehen, finden sich bis heute auf dem Spielplan und prägen die Handschrift des „verrückten Theaters RambaZamba“. Erfolgreiche Inszenierungen wie Mongopolis (2003), Alice auf Kaninchenjagd (2005), Alice in den Fluchten (2007) stehen für opulente Bühnenbilder, sinnliche Kostüme und aufwändige Masken. Höhne arbeitet zu diesem Zeitpunkt bereits eng mit der Bühnenbildnerin Angelika Dubufé und der Kostüm- und Maskenkünstlerin Beatrix Brandler zusammen und hat mit ihnen eine spezielle ästhetische Handschrift entwickelt. Die Fotografin Sibylle Bergemann dokumentiert mit ihrem ganz eigenen Blick die traumverlorene Schönheit der Schauspieler/innen und die spezifische Ästhetik des Theaters und macht sie einem breiten Publikum bekannt.

Immer wieder setzt das Theater RambaZamba mit Stücken wie Mongopolis (2003) oder Am liebsten zu dritt(2013) politische Akzente, in denen es kritisch und offensiv Themen wie pränatale Diagnostik oder die Selektion von Menschen mit Down-Syndrom zur Debatte stellt. Nie fehlen dabei Witz und Phantasie, sodass selbst heikle Themen künstlerisch, offensiv und poetisch umgesetzt werden.

Die Schauspieler/innen wollen ihre Wünsche und Sehnsüchte auf die Bühne bringen oder in andere Rollen schlüpfen und ihr Können zeigen. Ein Herz ist kein Fußball (2006) wird Teil des offiziellen kulturellen Begleitprogramms der WM 2006. Die Inszenierung ist ein Höhepunkt der langjährigen Zusammenarbeit des Theaters mit Musikern wie Bianca Tänzer, Stefan Dohanetz und Christoph Hanusch, sowie der Tänzerin Julie Stanzak vom Pina-Bausch-Ensemble. Die Gruppe von Gisela Höhne begibt sich auf große Deutschlandtour und wird acht Wochen lang in vierzehn Städten gefeiert.

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Mit spielerischer Leichtigkeit, einfühlsam und mutig erobern sich die RambaZambas auch klassische Stoffe wie ...und sind wir selber Götter - Die Winterreise (2009). Das Ensemble bearbeitet Schuberts weltbekannten Lieder-Zyklus mit eigenen Klangerfindungen und Szenen, die ihre ganz persönlich erlebten Zurückweisungen in einer winterkalten Epoche spiegeln. Der Frieden- ein Fest (nach Aristophanes) wird im Jahr 2010 zum zwanzigjährigen Bestehen des RambaZamba e.V. und seines Theaters als Open-Air Spektakel auf dem Hof der Kulturbrauerei aufgeführt. An der gigantischen Inszenierung sind auch die polnische Theatergruppe Teatr Osmego Dnia und die israelische Theatergruppe Kenafayim beteiligt. Die Aufführung wird zu einem dreitägigen Fest von überregionaler Bedeutung.

2011 vereint Gisela Höhne das gesamte Ensemble und inszeniert den Shakespeare-Mix Lost Love Lost oder Lasst mich den Löwen auch noch spielen! Alle 35 Schauspieler/innen des Ensembles stehen auf der Bühne. Erstmals sind auch gehörlose Schauspieler/innen dabei und bringen Gebärdensprache als zusätzliches theatralisches Mittel ins Ensemble ein.

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