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Am liebsten zu dritt (R: Gisela Höhne, 2013)

Wir über uns

1990 riefen die Schauspielerin und promovierte Dramaturgin Gisela Höhne und der Regisseur Klaus Erforth die „Kunstwerkstatt für geistig Behinderte und Andere“ (damals Sonnenuhr e.V., seit 2012 RambaZamba e.V.) ins Leben. 1991 gründete Gisela Höhne das Theater RambaZamba Berlin und führte seitdem in mehr als 20 abendfüllenden Stücken Regie. Zwei Jahrzehnte waren sie und Klaus Erforth die alleinigen Regisseure des Theater RambaZamba. Es gilt mittlerweile als das „wichtigste integrative Theater Deutschlands“ (Mainzer Allgemeine Zeitung), „bei dem Behinderung als Stärke zu erleben ist“ (Frankfurter Rundschau). 30 abendfüllende Inszenierungen feierten seit der Gründung Premiere.

Das Theater RambaZamba verfolgt einen künstlerischen Ansatz. Menschen mit unterschiedlichsten Beeinträchtigungen sollen ihr Potential gemeinsam mit anderen vielfältig ausschöpfen und zeigen können. Von Anfang an werden sie ausgebildet und erhalten Unterricht in Rhythmus- und Körperarbeit, Sprech- und Stimmtraining, Tanz und im Musikbereich. Neben schauspielerischen Elementen finden sich immer bildkünstlerische, musikalische und tänzerische Einflüsse in den Inszenierungen. Die Stücke beziehen sich auf aktuelle gesellschaftliche Themen, greifen klassische Stoffe auf und werden von den beiden Regisseuren mit dem Ensemble entwickelt.

Einladungen führten das Ensemble von RambaZamba zu Festivals und an bekannte Theater im In- und Ausland (u.a. zu den Expos nach Lissabon und Hannover, an das Akademietheater Wien, der Dependance des berühmten Burgtheaters, nach Zürich, Graz,  Rom, Oslo und Versailles, nach München, Dresden, Hamburg, Mainz und Leipzig). Namhafte Theaterleute und Kunstschaffende beteiligen sich an den Aufführungen und Aktionen, auch weil „RambaZamba das einzige Theater (ist), das ohne Sinnkrise auskommt. Tragisches verwandelt sich in eine frohe Botschaft.“ (Regisseur und Intendant der Berliner Volksbühne Frank Castorf).

Das Theater RambaZamba erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. 1996 den Förderpreis der Akademie der Künste Berlin-Brandenburg, 1999 für die Inszenierung "Medea" den Sonderpreis beim 4. Festival Politik im freien Theater in Stuttgart, 1999 den Deutschen KinderKulturPreis der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

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2002 erhält Gisela Höhne den Berliner Verdienstorden und das Theater im Jahr 2004 den Internationalen Kulturpreis der Tageszeitung BZ. Die Gründer Dr. Gisela Höhne und Klaus Erforth werden 2009 für ihre „Verdienste um die Teilhabe behinderter Menschen am künstlerischen und gesellschaftlichen Leben“ mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt. Nele Winkler (seit 1996 Schauspielerin am Theater RambaZamba) erhält 2012 den Förderpreis der Lessing-Akademie durch Claus Peymann. Gisela Höhne wird 2014 mit dem bedeutenden Caroline-Neuber-Preis der Stadt Leipzig ausgezeichnet.

Seit 2000 erhält das Theater RambaZamba eine institutionelle Förderung durch die Berliner Senatsverwaltung für kulturelle Angelegenheiten und bestätigte damit seinen festen Platz in der Theater- und Kulturszene Berlins. Diese - in ihrer Art einmalige - Finanzierung begründet den Ruf des Theaters als Vorbild und Modell für viele Theaterschaffende. Darüber hinaus finanzieren sich das Theater und sein Verein über Projektanträge und Spenden.

Im Jahr 2008 begann die Kooperation des Theaters mit den VIA-Werkstätten gGmbH – ein wichtiger Schritt im Hinblick auf die Anerkennung des Berufs Schauspieler für Menschen mit Behinderung. Das Theater RambaZamba hat auf diesem Gebiet national und international eine Vorreiterrolle inne. Gisela Höhne wird als Expertin zu zahlreichen Kongressen eingeladen, um über ihre Theaterarbeit zu berichten. Mittlerweile arbeiten 35 Menschen auf Schauspielarbeitsplätzen gemeinsam mit Profis aus dem Theater- und Musikbereich. Unter der Intendanz von Gisela Höhne, Jacob Höhne und Esther Ningelgen spielt das Theater aktuell ca. 80 bis 100 Vorstellungen im Jahr. 

Ausführlichere Informationen zur Geschichte des Theater RambaZamba finden Sie hier:

Ein Beginn mit Pauken und Trompeten

Aufbruchphasen

Politisch und Poetisch

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