SUCHE

...und sind wir selber Götter - Die Winterreise

Die RambaZambas singen, brummen und singsprechen Schuberts Liederzyklus „Die Winterreise“ in 24 Bildern. Mal folgen sie den Spuren des einsamen Wanderers, der von seiner Liebsten verstoßen, von allen anderen verhöhnt seinen schmerzlichen Weg geht, ohne je Erlösung durch den Tod zu erfahren. Mal folgen sie einzelnen Visionen und Themen des Liederzyklus, wie dem Bild der Kälte, des Irrlichts, der Täuschung oder der Hoffnung. Ort des Geschehens ist eine Anstalt, in der Schubert sitzt und die Entdeckung machen muss, dass alle anderen Insassen sich ebenfalls für Schubert halten. Schuberts extremen Schmerz, seine Einsamkeit kontern die anderen mit Humor, mit Gemeinsamkeit und Empathie. Der von den Insassen stupide produzierte Papierschnee wandelt sich im Laufe des Stücks. Er ist Briefpapier, Decke, Serviette, Prügelstock, Schiff und Windmühle, Kleid und Wetterfahne. Eine Inszenierung, die in ungemein poetischen und zärtlichen Bildern von Lebensmut und Überlebenswut erzählt. Dauer ca. 1.30 Stunden ohne Pause mehr...

Als Gast: Benjamin Kramme, Sebastian Rohrbach / Darsteller/innen: Burmeister, Gaulke, Götze, M. Höhne, Janke, Kern, Kleinert, Lau, Neumann, Schappach, Seredßus, Winkler / Musiker: Bernds, Dohanetz, Hanusch, Stiehler / Regie: G. Höhne / Bühne: Dubufé / Choreografie: Paasonen / Kostüme: Brandler / Musik: Schubert

Weitere Vorstellungen:
21.12. 19:00 h Tickets
22.12. 19:00 h Tickets

Aus der Konfrontation von Anstaltsrealität und Kunstüberhöhung bezieht das Stück seine besondere Spannung. Volkmar Draeger / Neues Deutschland