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Kann ich ein Praktikum bei RambaZamba machen?
Es besteht die Möglichkeit, in jedem Bereich des Theater RambaZamba ein Praktikum zu absolvieren, wenn es die Zeit und Probenprozesse zulassen. Die Mindestdauer beträgt 3 Monate. Bitte schicken Sie eine Bewerbung unter Angabe ihres Namens, des Zeitraumes und Interessengebietes, sowie der Angabe des Kontextes (Praktikum im Rahmen einer Ausbildung, berufsvorbereitend oder freies Praktikum) an folgende Adresse: . Vielen Dank!

Wieviele SchauspielerInnen gibt es im Theater RambaZamba und wie kann man SchauspielerIn dort werden?
Im Schauspielbereich bei Theater RambaZamba gibt es 35 anerkannte Arbeitsplätze in Kooperation mit der „Werkstatt für  behinderte Menschen“ VIA gGmbH (www.via-berlin.de). Wer sich für einen Arbeitsplatz im Bereich Schauspiel interessiert, kann ein zweiwöchiges Teilnehmerpraktikum machen, wenn es die Probenprozesse zulassen. Es wird im Einzelfall entschieden, ob die Interessierten für ein Praktikum im Schauspielbereich geeignet sind. Bei entsprechender Eignung besteht die Möglichkeit, einen Arbeitsplatz zu erhalten. Momentan sind jedoch alle Arbeitsplätze belegt. Weitere Informationen unter:

Wird RambaZamba finanziell unterstützt?
Das Theater RambaZamba erhält jährlich eine institutionelle Förderung durch die Berliner Senatskanzlei für Kulturelle Angelegenheiten. Hierdurch werden 10 feste Stellen und alle Basisausgaben finanziert, die das Theater zum Überleben benötigt. Die Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales und die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft fördern je eine Stelle in den Bereichen Sozialpädagogik und Jugendarbeit.

Die regelmäßigen Förderungen decken jedoch keine Material- und Personalkosten für neue Theaterproduktionen, Kunst- und Theatervermittlungsprojekte. Durchgehend müssen Drittmittel bei Fonds und Stiftungen eingeworben werden.

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Bekommen die Schauspieler bei RambaZamba ein Gehalt?
Unsere Schauspieler sind seit 2008 durch unseren Kooperationspartner, die VIA-Werkstätten gGmbH angestellt, wo sie einen offiziell anerkannten Arbeitsplatz als SchauspielerInnen (bzw. KünstlerInnen) in einer Werkstatt für behinderte Menschen haben (kurz: WfbM). Sie erhalten eine monatliche Vergütung im Rahmen der in Deutschland üblichen WfbM-Tarife.

Sagt man eigentlich noch...?
...Mongo?
Nein! In unserem Theater gibt es viele Menschen mit Down-Syndrom, die diesen Ausdruck als Beleidung empfinden. Wenn wir über unsere Schauspieler sprechen, bezeichnen wir sie im allgemeinen als Menschen mit Down-Syndrom. Wenn wir mit ihnen sprechen heißen sie Sebastian Urbanski, Zora Schemm, Moritz Höhne, Debbie Arega oder eben Debbie, Moritz oder Lioba. Und: Unsere Schauspieler sind alle erwachsen. Sie haben eigentlich nichts dagegen, wenn man sie duzt, freuen sich aber auch, wenn man erst einmal "Sie" sagt und dann fragt, ob man sie mit "Du" ansprechen darf. Wie jeden Menschen, den man neu kennen lernt. 

...Behinderter? Nein, denn das Wort Mensch darf nicht mehr fehlen! Mittlerweile spricht man von einem Mensch mit Behinderung oder einem behinderten Menschen, weil dies auch bedeuten kann, dass er durch die Gesellschaft behindert wird. Die RambaZamba Gründerin Gisela Höhne spricht im Bezug auf Menschen mit geistiger Behinderung lieber von Menschen mit einer anderen geistigen Ordnung. Und ja: die haben die meisten unserer Schauspieler, wie viele andere Künstler auch!

Ist das Down-Syndrom eine Krankheit? Nein. Das Down-Syndrom ist ein genetischer Defekt oder poetischer ausgedrückt: eine ausufernde genetische Idee, bei der sich das X-Chromosom der Nr. 21 vervielfältigt hat. Es liegt dreimal vor, daher wird das Down-Syndrom auch Trisomie 21 genannt. Unsere Schauspieler ärgern sich zwar, wenn jemand sie beleidigt oder wenn sie bestimmte Dinge nicht verstehen, aber sie leiden nicht am Down-Syndrom. Sie leben damit! Daher sagen wir auch: Unsere Schauspieler haben das Down-Syndrom oder sie leben mit dem Down-Syndrom und nicht: Er oder sie leidet am Down-Syndrom.